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Hyaluronsäure: Was kann sie wirklich?

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 Hyaluronsäure ist nicht nur entscheidend für eine glatte und frische Haut, sondern auch Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit und fungiert als Schmiermittel bei allen Gelenkbewegungen. Ihre Hauptfunktion besteht darin, den Wassergehalt der extrazellulären Matrix im Bindegewebe zu regulieren. Außerdem hat Hyaluronsäure geweberegenerierende, heilungsfördernde und entzündungshemmende Funktionen. Eine antiinfektiöse Funktion wird der Hyaluronsäure ebenfalls zugesprochen.
Seit einigen Wochen „in aller Munde“ entwickelt sich Hyaluronsäure zum neuen Gesundheits-Trendprodukt schlechthin.

Für die Haut

Hyaluronsäure ist im ganzen Körper vorhanden, über 50% befinden sich in der Haut. Sie wird von der Haut selbst durch Bindegewebszellen in der Unterhaut produziert. Hyaluronsäure ist Hauptbestandteil des zwischen den Hautzellen liegenden Füllmaterials (Bindegewebsmatrix) und stützt Kollagen- und Elastinfasern und Strukturproteine. Sie kann ihr Volumen durch die enorme Speicherkapazität von Feuchtigkeit wie ein Schwamm um ein Vielfaches vergrößern und polstert so die Haut von innen heraus auf.

  • Bereits ab Mitte 30 sinkt der Hyaluronsäure-Spiegel und die Haut ist nicht mehr dazu in der Lage, genügend Feuchtigkeit zu speichern. Das Ergebnis kennen Sie sicher ganz genau: erste kleine Fältchen zeichnen sich ab.
  • Dermatologische Studien haben bewiesen: Hyaluronsäure begünstigt die sichtbare Milderung von Stirn-, Mund- und Nasenfalten sowie die Reduktion der Tiefe von ausgeprägten Falten.

Für die Gelenke

In Deutschland leiden elf Millionen Menschen an Arthrose der Gelenke. Jährlich werden sechs Millionen Arthrosepatienten kontinuierlich vom Arzt behandelt; 1,2 Mio. Betroffene erhalten sogar regelmäßig Gelenkinjektionen mit Kortison.
Fehlt die Hyaluronsäure, z.B. im Kniegelenk, führt das zu Entzündung, Verschleiß und Schmerzen. Umfangreiche Studien haben ergeben, dass die Supplementierung mit Hyaluronsäure eine deutliche Erholung der oberflächlichen Knorpelschichten sowie eine Verdichtung der Knorpelzellen bewirkt. Außerdem konnte nachgewiesen werden, dass der Aufbau der Knorpelzwischensubstanzen angeregt wird. Amerikanische Studien belegen, dass 80% der Patienten, die eigentlich ein künstliches Kniegelenk bekommen sollten, nach einer Hyaluronsäure-Behandlung (zumindest vorerst) auf eine Operation verzichten konnten.

 Hyaluronsäure ist der Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit. Daneben ist sie auch in erheblichem Umfang im Gelenkknorpel selbst zu finden. Hyaluronsäure ist eine langkettige hochmolekulare Substanz, die durch ihre Struktur eine hohe Viskosität ausweist. Das heißt, sie ist nicht dünn wie Wasser, sondern fließt eher zäh wie flüssiger Honig. Wenn sich das Gelenk bewegt, verhindert diese Zähigkeit/Viskosität, dass die Schmierflüssigkeit aus dem Gelenkspalt herausgequetscht wird und der Schmierfilm abbricht. Hyaluronsäure hat neben ihrer hohen Viskosität noch die besondere Eigenschaft, dass sich ihre Fließeigenschaften in Abhängigkeit von ihrer Beanspruchung ändern.

Aktualisiert ( Donnerstag, 18. Dezember 2008 um 09:53 )  

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Schlagzeilen

Unsere Gelenke (z.B. Ellbogen und Knie) sind von einer Membran umgeben, die eine Kapsel bildet und Gelenkflüssigkeit absondert. Diese Synovialflüssigkeit ist zäh mit der Konsistenz von Motoröl. Ihre Funktionen sind vielfältig, beispielsweise Dämpfung und Schmierung, aber auch Nährstoffversorgung des Knorpels und Abtransport von Schlacken und Abfallprodukten des Zellstoffwechsels. Normalerweise wäre das eine Funktion des Blutgefäßsystems, doch da der Bereich im Gelenk keinen Blutfluss aufweist (avaskulär), übernimmt die Hyaluronsäure diese Funktion.